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Parasiten
bei Hunden
Bitte beachten Sie, dass dies nur ein kurzer Überblick
über einige Parasiten beim Hund sind. Hautprobleme oder
"Schlittenfahren" können vielfältige Ursachen haben, die nur
ein Tierarzt abklären kann.
Milben, Pilze und Würmer sind Parasiten, die in der Umgebung Ihres
Hundes stets vorkommen. Ein Befall kommt meist dann vor, wenn das Tier
besonders geschwächt ist, eine Verletzung hat, oder die
Infektionsdichte der Parasiten sehr hoch ist, also Ihr Hund geradewegs
mit Erregern "bombardiert" wird.
Würmer
Wenn Ihr Hund mit dem Hinterteil über den Boden rutscht
("Schlittenfahren"), sich verstärkt am After leckt,
vielleicht sogar stumpfes, struppiges Fell hat oder Schuppen, dann ist
es sehr wahrscheinlich, dass er Würmer hat.
Wurmkur
Gerade Hunde, die alles Fressen, was ihnen in Wald und Flur begegnet,
laden sich gerne ein paar Untermieter ein. In diesem Fall sind regelmäßige
Wurmkuren (mind. alle drei Monate) unerlässlich.
Auch wenn Sie kleine Kinder haben oder selber in sehr engem Kontakt mit
Ihrem Hund leben, sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit regelmäßige
Wurmkuren vornehmen. Es gibt Wurmarten, die nicht nur auf den Menschen
übertragbar sind, sondern die dem Menschen gefährlich werden können,
der Fuchsbandwurm zum Beispiel.
Bandwürmer
Achten Sie bei der Wurmkur, die Ihr Tierarzt Ihnen verkauft, unbedingt
darauf, dass sie auch gegen Bandwürmer hilft! Dies sind nämlich die Würmer,
die dem Menschen am gefährlichsten werden können, aber leider wirken
viele Wurmkuren nicht (oder nicht zuverlässig) gegen sie.
Verabreichung der Wurmkur
Gut bewährt hat sich, die Präparate morgens zu geben, und zwar nach
der Fütterung.
Morgens aus dem Grunde, dass die Hunde, die verwurmt waren, häufig
erbrechen oder Durchfall bekommen. Und damit umzugehen ist im
Allgemeinen tagsüber angenehmer als nachts um drei. Auch sollten Sie
Ihren Hund am Tag der Wurmkurgabe nicht allein lassen, das könnte für
Sie und ihn unangenehme Folgen haben. ;o)
Durchfall und Erbrechen durch die Wurmkur
Erbricht Ihr Hund einige Stunden nach der Wurmkurgabe, so liegt dies nicht
daran, dass er die Wurmkur nicht verträgt, sondern daran, dass die
Wurmkur gewirkt hat!
Die Wurmkur bewirkt, dass die Würmer absterben. Der Körper versucht,
diese "Fremdkörper" so schnell wie möglich los zu werden,
und dafür gibt es bekanntlich zwei Möglichkeiten....
Die von vielen Hundehaltern und Tierärzten
schon fast gefürchtete Wurmkur "Drontal plus" ist eine der am
wirksamsten Wurmkuren, deswegen führt sie aber eben auch so oft zu
zeitweiligem Unwohlsein. Sie kann bereits jüngsten Hundewelpen gegeben
werden und wirkt zuverlässig gegen alle Wurmarten.
Erst füttern, dann entwurmen
Um eine Unverträglichkeit der Wurmkur zu verhindern (dann würde der
Hund sofort nach der Gabe der Wurmkur erbrechen), geben Sie ihm zunächst
sein gewohntes Fressen, dann hat der Magen ein "Polster" gegen
die Wurmkur.
Milben
Bemerken Sie, dass die Haut Ihres Hundes verstärkt riecht, er
sich häufiger kratzt, unter Umständen rund um die Augen kahl wird
("Brillenbildung"), so hat er vermutlich Milben.
Lassen Sie vom Tierarzt eine mikroskopische
Untersuchung vornehmen. Er nimmt dazu einen "Tesa-Abklatsch",
indem er einen Streifen Klebeband auf das verdächtige Hautarreal drückt
und dieses danach auf einen Objektträger klebt. Nun kann er durch das
Mikroskop erkennen, ob Ihr Hund Milben oder vielleicht Haarlinge hat.
Einige Tierärzte nehmen auch ein Hautgeschabsel, um in einem Labor abklären
zu lassen, welchen Hautparasiten Ihr Hund hat. Ob es sich vielleicht gar
nicht um Milben, sondern um einen Pilz handelt.
Ohrmilben
Schüttelt Ihr Hund sich stark die Ohren, kratzt unaufhörlich
in ihnen und hat einen bräunlich-schwarzen Belag, so müssen Sie
ebenfalls Ihren Tierarzt aufsuchen: Eine Ohrinfektion durch Bakterien,
Pilz oder Milben benötigt Behandlung!
Schauen Sie unbedingt regelmäßig die Ohren an, riechen Sie an Ihnen,
so werden Sie schnell bemerken, wenn etwas nicht stimmt und frühzeitig
eingreifen können. Ist eine Ohrentzündung erst einmal ganz schlimm
geworden, so wird es für Ihren Hund nahezu zur Tortur, wenn er am Ohr
untersucht und behandelt wird.
Pilz
Kreisrunde, kahle Stellen, Krusten, Rötungen auf der Haut
lassen einen Hautpilz vermuten. Besuchen Sie Ihren Tierarzt!
Allergie
Kann Ihr Tierarzt keinerlei Parasiten feststellen, so kann auch eine
Futtermittelunverträglichkeit die Ursache für Hautprobleme sein, oder
eine Allergie gegen z.B. Ihr Waschmittel, Hausstaub, Gräser...
Lassen sich nach einer radikalen Futterumstellung keine Verbesserungen
feststellen, so sollten Sie einen Allergietest in Betracht ziehen.
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